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03.02.2026 Die Breitachklamm im Winter

Liebe Gäste und Kasimir-Freunde,

manchmal kann es im Berg genau so ein Spektakel sein wie auf einem schroffen Gipfel. Unsere Wanderung führte uns heute durch die Breitachklamm. Vor ca. 10.000 bis 15.000 Jahren am Ende der Eiszeit entstanden, entwässert Sie das komplette Kleinwalsertal und bahnt sich auf einer Länge von 2,5 km einen Weg durch eine Schlucht mit 150 m Tiefe. Sie gilt als die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas.

Gestartet sind wir an der Bushaltestelle „Walserschanz“. Von dort führt der Wanderweg links der derzeit geschlossenen Gasstätte auf breitem Weg zur Breitach. Schon bald überquerten wir die deutsch-österreichische Grenze und kamen der Breitach immer näher.

Dort angekommen verengt sich der Bach immer mehr, und die rechts und links steil aufragenden – und manchmal überhängenden Felsen werden immer wuchtiger.

Große Teile des Weges sind direkt mit Stahlträgern und Holzdielen in den Felsen verankert. Die Klamm ist leicht begehbar und braucht auch keine besondere Kondition, denn unten angekommen, fährt auch ein Bus über Oberstdorf wieder zurück ins Kleinwalsertal. Lediglich bei Platzangst kann man diese Tour besser weglassen!

Nun waren wir schon beim Kassenhäuschen und über eine Stahltreppe ging es nun noch tiefer in die Klamm hinein. Gleich zu Beginn berichtet eine Tafel über den großen Felssturz 2005, bei dem in die Klamm 50.000 m³ Fels stürzten und das Wasser daraufhin 30 Meter anstieg.

Auf der ersten Brücke lohnt sich ein intensiver Blick nach oben – eine besondere Felsformation in Form eines Indianerprofils ist ganz deutlich zu erkennen. Darüber führt der Zwingsteg, über den es einen Rundwanderweg zurück zur Ausgangsstelle gibt.

Dort wo im Sommer zahlreiche Wasserfälle über die Felsen kommen, erstarren die Wassermassen im Winter zu Eis und so bewunderten wir tolle Eiszapfen und ganze Eisvorhänge.

Schon war das untere Ende der Klamm erreicht und unser weiterer Weg führte uns über den Parkplatz und dann über einen leichten Wanderweg zur Brücke. Durch das kleine Tobel und dann über die Wiesen erreichten wir Kornau und kurz darauf die Söllereckbahn. Nach einer gemütlichen Einkehr beendeten wir den freien Nachmittag und kehrten mit dem Bus zurück nach Hause.

Fröhliche Grüße von Regine