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08.07.2025 Regen? Perfekt - Wanderung durch den Faltenbachtobel

Liebe Gäste,

es gibt einfach Wanderungen, die bei Regen am schönsten sind. Dann nämlich, wenn es Wege entlang des Wassers sind und diese Naturgewalten ihren ganzen Reiz ausspielen können.

So ein Weg führt durch den Faltenbachtobel in Oberstdorf.

Wie immer, sind wir um 13 Uhr bei uns zuhause gestartet und zunächst mit dem Auto zur Nebelhornbahn gefahren. Dort geparkt – den Schirm aufgespannt und los ging es. Schon direkt nach dem Parkplatz beeindruckten uns die Wassermassen der Trettach. Wild tosend und braun wie Schokosoße stürzten diese über die Betonstufe des Wasserkraftwerkes Trettach 1. Oberstdorf bezieht aus insgesamt 4 eigenen Wasserkraftwerken pro Jahr knapp 25 Mio. KWh + 3 Mio. KWh aus 7 weiteren, privaten Anlagen.

Am Fußballplatz vorbei ging es nun zur Sprungschanzenanlage der Orlen-Arena. Die Anlage östlich von Oberstdorf mit den 5 Schanzen kann täglich besichtigt werden, aber wir sind heute direkt links daran vorbei und kurze Zeit später standen wir an der Abzweigung zum Faltenbachtobel. Was für ein Empfang! Schon von hier aus toste der erste Wasserfall in die Tiefe. Der Weg ist ab hier steil und geht über Wurzeln, Steine, Waldweg und zum Teil Gitterstufen und Brücken, aber er ist einfach wunderschön.

Kein Wunder, dass es hier bei Regen wild zugeht. Das gesamte Gebiet von Geißalphorn, Geißfuß, Gundkopf, Nebelhorn, Wengenkopf und der Zeiger-Bergkette entwässern über diese enge Schlucht. Mehrere Wasserfälle begleiteten uns auf dem Weg nach oben. Dann ist die Schlucht zu Ende und ein Stück sind wir nun auf dem breiten Forstweg bis zum Wasserkraftwerk Faltenbach (Leistung 4 Mio KWh.) gelaufen. Das war der langweiligste Teil des Weges, aber dann ging es wieder auf schmalen Wanderweg durch den Wald. Wald ist nicht nur grün. Da hier kein Weidegebiet ist, blühten noch eine Vielzahl von Orchideen und Blumen.

Nun war der Wald zu Ende und die letzten Meter ging es wieder über Schotterstraße bis zur Station Seealpe. Hier gibt es ein ganz gemütliches Restaurant/Hütte, aber unser heutiges Ziel lag weiter oben – auf der nächsten Station Höfatsblick. So stiegen wir in die komfortablen 10er-Kabinen der Nebelhornbahn (neu gebaut 2021) und fuhren so von 1.280 Meter in ca. 7 Minuten auf 1.933 Meter zur Bergstation Höfatsblick. Ja – so schnell geht das… nicht nur die Auffahrt war rasant, auch der Temperaturunterschied innerhalb weniger Tage war rasant… letzte Woche hatten wir noch bei über 30 Grad geschwitzt und nun lag Schnee auf dem Berg. So machten wir es uns in der gut renovierten Hütte des Edmund-Probst-Hauses gemütlich und genossen den Blick aus dem Fenster aufs winterliche Panorama.

Die Gulaschsuppe und der Linseneintopf waren lecker und gut gestärkt brachte uns die Bahn dann wieder ins Tal. Durch die Bergbahnfahrten sind die Angaben irreführend. Die 450 Höhenmeter von der Talstation der Nebelhornbahn bis zur 1. Station Seealpe sind in einer guten Stunde zu bewältigen – den Rest an Höhenmetern haben wir ja mit der Bahn zurück gelegt. Die Wanderung ist besonders bei Regen, wenn es kurz davor geregnet hat oder während der Schneeschmelze empfehlenswert – dann sind die Elemente in Hochform!

Viele Grüße von Regine

Bitte klicken Sie einfach auf folgenden Link und dann öffnet sich mein Bericht auf Komoot. Wanderung durch den Faltenbachtobel