15.07.2025 Regenwanderung am Schwarzwasserbach
Liebe Gäste, das ist eine Wanderung, die bei Regen sämtliche Pluspunkte bietet... der Schwarzwasserbach ist nur an, oder direkt nach Regentagen besonders schön.
Dann toben die Elemente und das Wasser dieses wilden Gebirgsbaches strömt über die vielen steilen Abhänge. Gestartet sind wir wieder um 13 Uhr, diesmal direkt vom Hotel Kasimir. Schon wenige Meter weiter ging es in die Leo-Müller-Str. und dann in den Fellhornweg. Beide Seitenstraßen von Riezlern sind nur ganz wenig frequentiert und schon Minuten später bogen wir bei der großen Holzhalle am Ende der Teerstraße nach links zur Alten Schwendebrücke ab. Es ist eine schmale, gedeckte Holzbrücke und überspannt die Breitach. Kurz vorher mündet der Schwarzwasserbach (Länge 11,7 km) in die Breitach (Länge 21 km) - das sind die 2 großen Bäche des Kleinwalsertales, die von zahlreichen kleineren Bächen gespeist werden.
Hier war mit 979 m Höhe auch der tiefste Punkt unserer Wanderung, denn nun ging es ja flußaufwärts. Einige Kurven liefen wir gemächlich vorwärts und der Bach begleitete uns immer auf der linken Seite. Dann kamen wir schon zum ersten Wasserfall. Rechts davon ist ein altes Wasserkraftwerk, das in privater Hand und immer noch in Betrieb ist. Dieser Wasserfall ist nicht hoch, dafür hat er eine schöne Breite und je nach Wassermenge ist die komplette Felsfläche verdeckt oder das Wasser fällt rechts und links herab. Nach dem ganzen Getöse wird der Bach nur wenige Meter weiter ganz flach und leise und wird von einem weiteren Zulauf vom Gottesacker gespeist. Durch die nächste Holzbrücke hindurch geht es nicht nur am Hundesportplatz und den Fischteichen, sondern auch an Sumpfwiesen vorbei. Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf unser Bergpanorama, das sich dann wieder mit Waldabschnitten abwechselt.
Nun kommt eine ganz schöne Passage. Rechts schießt das Wasser durch die Schlucht, wenige Meter weiter ist links ein Wassertretbecken mit Bänken, Liegen und Aussicht und kaum den Weg überquert, biegt ein kleiner Pfad zur Naturbrücke ab. Diese Abzweigung sollte man auf keinen Fall verpassen. Dort steht eine Bank und nur ein kleines Schild weist auf die Naturbrücke hin – wirklich ein Naturdenkmal. Diese Felsenbrücke – sogar mit einer Fichte bewachsen – überspannt in flachem Bogen den Schwarzwasserbach. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ - viele Millionen Liter Wasser haben sich im Laufe von Jahrhunderten durch den Felsen gegraben. Eine kleine Leiter führt zur Brücke hinab. Besonders reizvoll ist übrigens der ganze Weg, wenn die Bergschule Kleinwalsertal ihre Abenteuertouren dort führt. Ob Canyoning oder Bergabenteuer… hier gibt es reichlich Nervenkitzel und heute sahen wir auf der ganzen Strecke mindestens 4 Gruppen, die sich im oder am Bach bewegten.
Nach diesem spannenden Fleck ging es dann durch die Wiesen in den Hirschegger Ortsteil Au und am Sportplatz vorbei in den Wald hinein. Nun wurde es wieder steiler, aber das macht den Reiz der Strecke aus, denn plötzlich fällt links über mehrere Stufen ein schlanker, hoher Wasserfall in die Tiefe. Auch hier wurden die Kinder im Wasserfall abgeseilt – oder die ganz mutigen Kids konnten auch einfach hinunter springen. Kurz danach gibt es mitten im Wald eine Kreuzung. Hier gehen 5 Wege ab, aber wir entschieden uns natürlich, am Bach zu bleiben. Eine gemütliche, flache Strecke geht schon bald in ein kurzes, aber knackig steiles Wegstück über. Die „Schnauferei“ lohnt sich jedoch, denn hier sind die Kessellöcher. Runde Gumpen vom ständigen Wasserlauf und eine tiefe, schmale Schlucht sind von der kleinen Brücke, die am Wegrand abgeht und nur eine Aussichtsbrücke ist, zu sehen. Hier ist auch der Einstieg der Canyoning-Tour.
Nun standen wir auf der Schwarzwassertalstraße und die Bushaltestelle war in greifbarer Nähe. Es wäre schade, hier in den Bus zu steigen, denn eine halbe Stunde Wanderzeit zur Talstation der Auenhütte wird mit einem Besuch in der wunderschönen „Laubela“ belohnt. Diese unglaublich gemütliche, ganz moderne und mit viel Holz und Glas gestaltete Hütte ist optisch total schön und das Essen und die Getränke sind auch noch hervorragend. So sind wir über Oberwäldele noch zur Auenhütte gelaufen und dort so intensiv eingekehrt, dass wir einen Bus nach dem anderen vorbeifahren ließen und am Ende noch nach Hause gelaufen sind (diese Strecke ist auf Komoot nicht mehr aufgezeichnet).
Es war ein mega-schöner Nachmittag und hätte bei tollem Wetter nicht schöner sein können. Fröhliche Grüße von Regine
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Hier können Sie die Tour auf Komoot verfolgen: Regenwanderung am Schwarzwasserbach
Fröhliche Grüße von Regine































































