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23.09.2025 Wanderung vom Nebelhorn Richtung Laufbacher Eck

Liebe Gäste und Kasimir-Freunde,

was war denn das für ein genialer Nachmittag?!

Schon heute Morgen zeigten die Webcams eine kompakte Nebelbank zwischen 1.300 Meter und 1.700 Meter und darüber strahlende Sonne. Ganz klar führte unsere heutige Wanderung also auf den Berg!

Am frühen Nachmittag brachte uns die Nebelhornbahn in Oberstdorf mit den neuen 10er-Kabinen entspannt auf die 2. Station Höfatsblick. Schon beim Verlassen der Bergstation empfing uns ein Schauspiel, wie man es an besonderen Tagen im Herbst erleben kann. Während das Tal unter der dichten Nebeldecke schlummerte, strahlte über den Gipfeln ein traumhafter blauer Himmel - gepaart mit ein paar fluffigen, hohen Wolken.

Diese Wettersituation heißt "Obheiter" - also "oben heiter" und entsteht durch Bodeninversion, bei der sich in den Tälern feucht-kalte Luft sammelt, während darüber eine warme, trockene Luftschicht liegt. Diese stabile Wetterlage verhindert die vertikale Durchmischung der Luft, sodass sich im Tal eine geschlossene Hochnebeldecke bildet, während auf den Bergen das klare und sonnige Wetter herrscht. Auch wenn ich dies schon sehr oft gesehen habe, so bin ich jedes Mal wieder total beeindruckt.

Inzwischen war es 13:50 Uhr und wir wußten, dass die letzte Talfahrt um 16:40 Uhr ist. Genug Zeit für eine schöne Wanderung, aber trotzdem mussten wir die Zeit im Auge behalten.

Heute entschieden wir uns für die Strecke zum Laufbacher Eck. So wunderschön führt der Weg über den Zeigersattel oberhalb des Seealpsees und dann an den Hängen vom kleinen Seekopf und Schochen vorbei. Der Weg ist toll und das leicht kupierte Gelände lässt sich wunderbar laufen.

An den Bilder sehen Sie schon, dass kaum An- und Abstiege auf dieser Tour zu bewältigen sind. Dafür ist die Aussicht auf unzählige hohe Gipfel im Oytal, Hintersteiner Tal, Retterschwanger Tal, Trettachtal, Stillachtal und Kleinwalsertal unglaublich. Wie immer, zählt der Ifen im Kleinwalsertal zu den markantesten Bergen. Ganz nah ist der imponierende Blick auf die gegenüberliegende Höfats mit 4 fast gleich hohen Gipfeln (2.259 Meter). Die meisten Gäste waren bereits an der Bergstation versammelt und genossen auf der Terrasse vom Marktrestaurant eine Pause oder begaben sich schon wieder auf die Talfahrt, so war es - wie immer am Nachmittag - herrlich ruhig auf dem Wanderweg. Es gibt nur eine kurze, verseilte Stelle mit wenigen Höhenmetern - auch davon habe ich ein Bild gemacht.

Ein Blick auf die Uhr zeigte uns, dass es Zeit für eine Pause und dann den Rückweg war. Das war total schade, aber wir konnten nicht riskieren, die letzte Bahn zu verpassen, denn niemand von uns wollte die 1.000 Höhenmeter nach Oberstdorf absteigen. Wir sind ja nur einen Teil der Tour gelaufen.

Die komplette Strecke würde noch von unserem Rastplatz und Umkehrpunkt auf flachem Weg mit einem kurzen, serpentinenartigen Aufstieg zum Laufbacher Eck führen und dort mit kurzem, alpinem Abstieg und dann auf einfacherem Weg unterhalb der Schneck-Ostwand zum Himmelecksattel führen. Von dort geht es ins Oytal und über die Käsealpe auf breitem Wanderweg am Stuibenfall vorbei zum Oytalhaus. Die ca. 1 Stunde restliche Gehzeit lässt sich einsparen mit den Bergrollern, die am Oytalhaus gemietet und im Tal abgegeben werden können. Die komplette Tour hat 18,6 km, 1.600 Höhenmeter und wird mit einer Gehzeit von 8 Stunden angegeben.

Für uns waren es heute 2 Stunden Wanderzeit, 7,33 km und 250 Höhenmeter - also ganz gemütlich für einen Nachmittag!

Mein Fazit: das war eine mega-schöne Wanderung und hat uns die ganze Zeit über der Nebeldecke gehalten. Perfekt also, für einen Tag wie heute!

Ich habe die Tour wieder auf komoot aufgezeichnet: Wanderung vom Nebelhorn Richtung Laufbacher Eck

Bis bald, Regine