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16.09.2025 Wanderung vom Nebelhornparkplatz ins Trettachtal

Liebe Gäste,

wolkenverhangene Berge bedeuten eine Wanderung im Tal und so entschieden wir uns für den Rundwanderweg ins Trettachtal. Morgens hatte es noch ein bisschen geregnet und in Kombination mit kühleren Temperaturen waren somit kaum Radfahrer auf dieser Strecke, die sonst sehr stark befahren wird.

Gestartet sind wir an der Talstation der Nebelhornbahn und vorbei an der Oybelehalle liefen wir ein gutes Stück an der Trettach - dem namensgebenden Bach für dieses Tal - entlang. Der Weg ist breit, fein gekiest und hat kaum Steigungen. Auf die kurze Strecke von ca. 5 km bis zum Christlesee gibt es schon 5 Einkehrmöglichkeiten - perfekt also, um aus einer kleinen Wanderung eine Tagestour zu machen!

Das Tal ist wunderschön mit gut gepflegten Wiesen, weidenden Kühen und Ziegen und einer tollen Sicht ins langgezogene Tal und auf die Allgäuer Alpen. Das Trettachtal ist ebenso Ausgangspunkt für den Dr. Hohenadel-Weg ins Oytal, sowie nach Gerstruben - mit 1.155 Meter einer der höchstgelegenen Orte von Deutschland, in dem heute noch fünf Häuser aus dem 15./16. Jahrhundert und eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert stehen.

Nach dem Cafe Gruben steht idyllisch eine kleine, alte Ahornallee zwischen den Wiesen, dann geht es ein bisschen aufwärts und diese Steigung wird schon seit 1959 für das Wasserkraftwerk Trettach 1 genutzt. Kurz danach zeigte sich die ganze Pracht des Tales, denn wir verließen den Wald und genossen den weiten Blick. Wie schön, dass sich die bäuerliche Struktur mit nur wenigen Häusern und Bauernhöfen über all die Jahre halten konnte.

Am Berggasthof Riefenkopf vorbei erreichten wir nun wenige Minuten später die Mummestube. Drinnen ist es gemütlich, aber im Garten ist es noch viel schöner. Nur wenige Tische verleihen hier fast das Gefühl, privat auf Besuch zu sein und ein schöner Garten samt Teich gehören zur Anlage. Hier legten wir eine ausführliche Pause ein.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Christlesee, Dieser liegt türkisfarben auf 916 Meter und wird von unterirdischen Karstquellen gespeist. Ganzjährig zwischen 4 und 6 Grad kalt, friert dieser See selbst im Winter niemals zu. Hier war auch der Wendepunkt unserer Wanderung und über den breiten Teerweg ging es bis zum südlichsten Golfplatz von Deutschland.

Wenige Meter danach biegt der Weg nach rechts ab und leicht aufwärts geht es durch den Wald bis zum Moorweiher. So schön liegt dieser See auf einer Anhöhe von Oberstdorf mit einem Naturlehrpfad rund um den See. Dieser See ist den seltenen Moorpflanzen und zahlreichen Fröschen, Fischen, Enten, Reiher usw. vorbehalten, aber nur wenige Meter weiter gibt es ein öffentliche Moorbaad.

Nun war der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht und über einen kurzen Waldweg kamen wir wieder am Ausgangspunkt in Oberstdorf an. Diese Wanderung ist nicht schwer und bietet viele abwechslungsreiche Ausblicke - sehr lohnenswert, wenn es mal kein Berggipfel sein soll!

Unsere Wanderzeit war ca. 2 Stunden und die Strecke ist 11 km lang. Ich habe die Tour wieder auf Komoot aufgezeichnet, allerdings mal wieder vergessen, am Parkplatz angekommen auf den Stop-Knopf bei Komoot zu drücken - deshalb ist noch ein Teil der Autofahrt mit auf dem Streckenprofil!

Grüße von Regine