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30.09.2025 Wanderung vom Söllereck über den Freibergsee zur Ziegelbachhütte

Liebe Gäste,

am heutigen Dienstag Nachmittag machte sich die Sonne mal wieder rar und so fiel unsere Entscheidung auf eine Talwanderung. Mit leichtem Nieselregen starteten wir ab der Bushaltestelle Söllereckbahn. Die Gondeln der Bahn schaukelten ruhig über uns und begleiteten uns den kurzen Weg bis zur Mittelstation. Was für ein kinderfreundliches Fleckchen Erde ist hier... die Ganzjahresrodelbahn, ein großer Kinderspielplatz, die Bergbahn und oben an der Bergstation noch die Kugelbahn und ein Hochseilgarten. Kein Wunder, dass selbst bei diesem Wetter viele Familien das Angebot nutzten.

Nur noch wenige Meter und dann ließen wir den asphaltierten Weg bei den letzten Häusern hinter uns und folgten dem breiten Forstweg, der sich in den Wald hinein schlängelte. Sonnenschein ist natürlich toll, aber dieses Wetter hat auch seinen Reiz und ist für die relativ lange Waldstrecke perfekt. Fast eben verläuft nun der Edmund-Probst-Weg in etwa 40 Minuten bis zum Freibergsee - Deutschlands höchst gelegenem Badesee auf 931 Meter Seehöhe. Er ist einer der wärmsten Seen von Bayern und wird von 3 kleinen Wasserzuläufen gespeist. Es gibt keinen offenen Abfluß, aber vermutlich entwässert er sich über eine unterirdische Felsspalte. Ein traumhafter Blick auf den See ist vom 72 Meter hohen Anlaufturm der daneben stehenden Schiflugschanze.

Man kann komplett um den See herum laufen. Dabei liegt der Weg jedoch nicht unmittelbar am See, aber trotzdem ist es unglaublich idyllisch, diese spiegelglatte Oberfläche zu sehen. Wir entschieden uns heute für den längeren Weg gegen den Uhrzeigersinn bis zur Schanze und dann weiter über den Waldweg bis zum Renksteg bei Oberstdorf. Die Strecke ist unheimlich erholsam - ein breiter, gut geebneter Waldboden und die hellen Laubwälder erzeugen eine tolle Stimmung, manchmal direkt ein bisschen mystisch.

Am Renksteg empfing uns die plätschernde Stillach. Nach rechts würde uns die Strecke nun zur Schiflugschanze und zur Fellhornbahn führen, wir wollten jedoch noch einmal die Ziegelbachhütte besuchen und bogen links in den Weg ein. Diese ist auch mit dem Auto erreichbar und wir trafen uns dort mit dem Papa. Es war wieder eine tolle Einkehr und seit meinen Kindheitstagen (und das ist bei mir ja auch schon eine Weile her), war diese Hütte immer gleich. Mein Papa - immerhin mit 60 Jahren Schilehrererfahrung - kehrte dort unzählige Male mit seinem Schikurs ein und so mancher lustige Absacker wurde dort noch getrunken. Große Tische laden ja immer zum geselligen Beisammensein ein und auch diese Einkehr war mit anderen lustigen Leuten am Tisch wieder grandios. Es war wie immer... die schönsten Hüttennachmittage sind beim schlechten Wetter!

Mit einem weinenden Auge nahmen wir am späten Nachmittag Abschied von der Hütte. Alles hat ein Ende und mit dem Ende der Sommersaison schließt die Hütte für immer... sobald ich jedoch weis, wo die ehemaligen Pächter ihre Zelte neu aufschlagen, dann werde ich sofort eine Wanderung dahin machen - allein der Kaiserschmarren ist es wert, an jeden Platz dieser Erde zu folgen!

Es war ein toller Nachmittag und ich habe die Wanderung mit Komoot aufgezeichnt. Hier können Sie die Wanderung mit Streckenverlauf verfolgen: Wanderung vom Söllereck über den Freibergsee zur Ziegelbachhütte Ach ja, die Hütte liegt ja im Stillachtal und da fährt natürlich eine Buslinie mit vielen Haltestellen am Renksteg, der Schanze, der Fellhornbahn etc...

Fröhliche Grüße von Regine