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02.07.2024 Wanderung von Baad über Lüchle zur Stutzalpe

Liebe Gäste,

sooo schön! Es muss nicht die Sonne scheinen für einen perfekten Wandertal. Ganz im Gegenteil - ist es doch bei (ca.) 15 Grad so viel besser zum atmen und laufen. Unseren freien Nachmittag wollten wir diesmal mit einer Einkehr in der Stutzalpe verschönern. Das Gebiet Walmendingerhorn/Heuberg ist ja hüttenmäßig nicht gerade vernachlässigt, aber unsere 1. Wahl ist immer die Stutzalpe. Im 17. Jahrhundert zum 1. Mal geschichtlich erwähnt, ist sie eine der ältesten Alpen im Kleinwalsertal.

Nun beginne ich aber erst einmal mit der Wanderung...

Die Linie 1 brachte uns in 20 Minuten von Riezlern nach Baad. Baad ist Ausgangs- und Zielpunkt zahlreicher Wanderungen. Über das Starzelhaus ging es die ersten Meter noch auf Teer nach oben, doch sehr schnell bogen wir rechts in den schmalen Wanderweg zur Unteren Lüchlealpe (nicht bewirtet) ein. Die Strecke verläuft stetig in schmalem Bergpfad nach oben und ist nichts für schlappe Wanderer. Jedoch ist sie auch an heißen Tagen perfekt, denn sie führt großteils durch den Wald. Entschärfen lässt sich die Steigung, indem man den Forstweg nutzt, der sich in mehreren Serpentinen bis zur Unteren Lüchlealpe nutzt. Trotz allem bietet sie immer wieder herrliche Ausblicke nach Baad und auf die Gipfel der östlichen Berge des Kleinwalsertales.

Für mich ist jetzt die perfekte Bergzeit. Die Blumen blühen vom Tal bis auf die Bergspitzen und obwohl ich schon tausende Blumenbilder gemacht habe, knipste ich wieder munter drauf los. Ein paar Wanderer kamen uns noch entgegen, ansonsten war nur das friedliche Gebimmel der Kuhglocken zu hören. Was für ein herrliches Fleckchen Erde, um hier den Alpsommer verbringen zu dürfen.

Schon waren wir auf 1.780 Meter - dem heute höchsten Punkt unserer Wanderung, denn unter der Oberen Lüchlealpe gingen wir durch und bogen kurz danach nach rechts zur Stutzalpe ab. Wir sind nicht gerade eine typische Route zur Stutzalpe gelaufen... die meisten Gäste nutzen die Walmendingerhornbahn und laufen dann vom Berg nach unten, oder unsere Gäste fahren mit der Heubergbahn oder der Zafernabahn und wandern die "Rentner-Rennstrecke" zur Stutzalpe (ab Heubergbahn ca. 1,5 Stunden, ab Zafernabahn ca. 1 Stunde - jeweils mit einer Höhendifferenz im Aufsteig von 100 Metern).

Über den Kuhtrail erreichten wir schon bald die Stutzalpe und wurden schon vor der Hütte von Helle - dem Hüttenwirt - begrüßt. Eigentlich ist es jedes Mal total schwer, sich zu entscheiden, denn alles, was die Hütte hergibt, ist total lecker. Dieses Mal entschieden wir uns für den Romadur mit Essig und Öl, aber auch die Kuchen, die Suppen, alle anderen Brotzeiten oder die Buttermilch mit Waldfrüchten sind super. Es war Terrassenwetter und so saßen wir lange draussen, genossen Brotzeit, ein Schwätzchen und natürlich die mega Aussicht!

Auch wenn es draussen noch so schön ist - die Stuben (eben aus dem 17. Jahrhundert) sind der Knaller! So ist die Hütte auch ein toller Zielpunkt, wenn es draußen kühl oder regnerisch ist.

Alles hat ein Ende... und so mussten wir irgendwann auch wieder aufbrechen. Zurück ging es nun den breiten Weg bis zur Bühlalpe und dann sind wir über Maisäß nach Mittelberg abgestiegen.

Sonnige Grüße von Regine