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30.06.2020 Einmal Himmel und zurück!

Was für ein perfekter Tag. Bei perfektem Wetter die perfekte Tour zu machen ist... natürlich PERFEKT.

Wie immer, habe ich auch heute meinen freien Nachmittag für eine Wanderung genutzt. So sind wir (meine Schwestern Karin und Martina und ich) um 13:00 Uhr mit der Kanzelwandbahn auf 1.949 Meter gefahren - den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Kaum ein Berg bietet so viele Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Bergtouren zu unternehmen und jede dieser Wanderungen ist toll. Ausgenommen davon sind für mich lediglich die beiden schnellen Abstiege über die Zwerenalpe - also die Schiabfahrt - und die Riezler Alpe. Diese beiden Touren tun nur in den Knien weh und bieten zu wenig Aussicht - diese Strecken laufe ich deshalb nur hinauf und fahre dann mit der Bahn ab.

Wir hatten uns heute entschieden, den Fellhorngrat zu laufen. Zunächst ging es über den breiten Weg zum Gundsattel und dann weiter auf den Fellhorngipfel. Das herrliche Wetter lockte jede Menge Wanderer auf die Berge. Allerdings waren die "guten" Wanderer längst auf der Tour und so waren nur noch die gemütlicheren Gäste, die es bis zum Gipfelkreuz und zurück schaffen wollten, auf dem Weg.

Ab dem Fellhorngipfel wurde es dann auf unserer Strecke ganz ruhig. Hier ist es einfach wunderschön. Das Fellhorn ist unsere Grenze zu Deutschland und alle paar Meter trifft man wieder auf einen Grenzstein. Der Weg ist total schön zu begehen. Große Wegstrecken sind mit gutem Erdboden, aber dazwischen gibt es natürlich auch wieder Steine und Wurzeln.

Der höchste Punkt ist mit 2.037 Meter erreicht. Trotz dieser Höhe ist der Berg total grün und wird auch als Deutschlands schönster Blumenberg bezeichnet. Unzählige Blumen säumen die Wiesen rechts und links vom Weg - für bonatisch Interessierte gibt es jede Menge Tafeln, auf denen die Blumen abgebildet und beschrieben sind. Dank meiner Wanderführerausbildung erkenne ich sogar einige Blumen und gab mein Wissen auch gleich an meine Schwestern weiter. Diese gehören jedoch nicht gerade zur interessierten Gruppe... und machten sich dementsprechend über mich lustig. Also gibt es zukünftig keine Aufklärung mehr über die Flora unserer Berge!

In den Bergen ist die Stimmung immer locker und so manche schöne Begegnung mit anderen Wanderern ist das Salz in der Suppe. Sie sollten unbedingt einmal ausprobieren, andere Leute im Berg anzusprechen - es lohnt sich!

Nun begann der Abstieg über eine steilere, felsige Passage, die mit Drahtseilen gesichert ist. Dabei musste ich an Anja und Rainer denken... lieber Rainer, wenn Du diese Zeilen liest... ich habe meine Gedanken an dieser Stelle ganz besonders DIR gewidmet.

Der weitere Weg abwärts ist dann wieder angenehm zu laufen und schon bald liegt die Sölleralpe in einer Senke und wartet auf durstige Wanderer. Wir wollten uns jedoch an der Mittelalpe mit unserem Vater treffen und sind deshalb ohne Einkehr dort vorbei. Ab der Sölleralpe ist der Weg dann wieder eine typische "Rentnerrennstrecke" - breit, relativ flach, ohne Stolperstellen... das tut auch den Nichtrentnern nach der langen Zeit auf unwegsamen Bergpfaden gut und schon bald erreichten wir die Söllereckbahn.

Diese ist in diesem Sommer ja geschlossen, denn sie wird komplett neu gebaut. Sowohl die Tal- als auch die Bergstation sind inzwischen abgerissen und befinden sich im Neubau. Die neue Talstation wird zukünftig bereits am Parkplatz an der Bundesstraße beginnen und an der bisherigen Talstation wird es eine Zwischenstation geben. Im Dezember 2020 ist die Inbetriebnahme der neuen Bahn - das wird unglaublich gut werden!

Leider habe ich keine Zeit mehr, meinen Bericht weiterzuschreiben... also mache ich morgen weiter und stelle dann auch die ganzen Fotos ein.

Fröhliche Berggrüße von Regine